
Sehr verehrte
Leser in Aller Welt, liebe Freunde!
In den drei letzten Ausgaben unserer
Internetpräsenz haben wir ausführlich über die allzu kurze Geschichte des
dritten und letzten Versuchs Rudolf Steiners berichtet, durch die
Weihnachtstagung 1923 am Goetheanum die Anthroposophische Gesellschaft mit der
anthroposophischen Bewegung zu verschmelzen. Auch dieser letzte Versuch gelang
nicht und damit war dem Begründer der anthroposophischen Bewegung hier auf
Erden die Möglichkeit genommen, seine Erdentätigkeit für dieses Mal
weiterzuführen. Er verstarb ein und ein viertel Jahr später, ohne irgendwelche
Anordnungen über die Weiterführung der von ihm geleiteten Anthroposophischen
Gesellschaft zu hinterlassen. Die von ihm in den Vorstand der Neubegründung der
Anthroposophischen Gesellschaft von 1912 berufenen fünf Mitglieder
Marie Steiner von Sievers,
Ita Wegman
Elisabeth Vreede
Albert Steffen und
Guenther Wachsmuth
fiel die überaus
verantwortungsvolle, komplizierte, sehr schwierige Aufgabe zu, diesen Fragment
gebliebene Organismus weiterzuführen, eine Aufgabe, der sie – wie sich alsbald
zeigen sollte – in keiner Weise gewachsen waren. Und so traf genau das ein, wovor
Rudolf Steiner bald nach dieser Weihnachtstagung eindringlich gewarnt hatte:
… Diese
Weihnachtstagung hatte aber einen Charakter, der von vornherein zeigte, daß sie
so nicht aufgefaßt werden kann. Sie kann nicht aufgefaßt werden als eine vorübergehende
Tagung. Da würde der Inhalt einer ganz besonderen Eigenschaft unterliegen.
Sehen Sie, meine lieben Freunde, wenn Sie zurückdenken an diese
Weihnachtstagung, so werden Sie sich sagen müssen: Es ist da etwas gewesen, was
aus der geistigen Welt heraus selber kam. Es ist der Versuch gemacht worden,
mit alldem, was Vereinswesen ist, zu brechen und das Geistige durchscheinen zu
lassen durch jede einzelne Handlung, die geschah. Aber das Geistige hat einmal
- ich habe das öfter erwähnt - seine eigenen Gesetze. Das Geistige hat andere
Gesetze, als diejenigen sind, welche in der physischen Welt herrschen. Nehmen
wir dasjenige, was durch den geistigen Hintergrund in der Weihnachtstagung da
war: Setzen wir es einmal als solches an und denken wir uns dann: die einzelnen
Verrichtungen, die einzelnen Taten der Anthroposophischen Gesellschaft
schließen sich an diese Weihnachtstagung an.
Wenn diese
Weihnachtstagung nur so genommen wird, wie man so gern frühere Tagungen nahm,
dann verduftet sie allmählich, dann verliert sie ihren Inhalt, und es wäre
besser gewesen, man hätte sich nicht versammelt. Denn das Geistige hat einmal die
Eigenschaft, daß es, wenn es nicht festgehalten wird, verschwindet, nicht
verschwindet selbstverständlich im Kosmos, aber verschwindet für den Ort, wo es
eben nicht weiter gepflegt wird. Es sucht sich eben dann andere Orte im
Kosmos. Und für so etwas, wie unsere Weihnachtstagung, ist man ja nicht
angewiesen auf dasjenige, was innerhalb des Erdenbereiches geschieht. Sie
dürfen sich also nicht vorstellen, es müßte dasjenige, was zur Weihnachtstagung
[veranlagt wurde, wenn es] durch die Nicht-Ausführung der Impulse verduftet,
irgendwo anders auf der Erde erscheinen. Das ist nicht nötig. Es kann in
ganz anderen Welten seinen weiteren Zufluchtsort suchen. - Alles also hängt
davon ab, daß man die Möglichkeit findet, sich um diese Weihnachtstagung stark
zu bekümmern, wirklich ihren Inhalt aufzunehmen. (GA 260a, S. 92)
Und erschütternder
Weise ging diese Warnung noch in seinem Todesjahr in Erfüllung und zwar – exakt
datierbar - während der ersten Generalversammlung des am 8. Februar des
gleichen Jahres aus dem Verein des Goetheanum der Freien Hochschule für
Geisteswissenschaft durch Umbenennung hervorgegangen Vereins Allgemeine Anthroposophische
Gesellschaft unter der Leitung eben des in den Vorstand berufenen Fünfergremiums,
das nun diesem Bauverein vorstand. Wie sich dieser unglaubliche
„Verduftungsvorgang“ abgespielt hat, darüber haben wir in den vorangegangenen
drei Ausgaben ausführlich berichtet.
Wir werden nun
aufzeigen, wie der Zerstörungsprozeß von den Nachfolgern in der Leitung des in
AAG umbenannten Bauvereins nach Ausschaltung dreier Vorstands- und zahlreichen
weiteren leitenden Mitgliedern der AAG, die sich diesem Zerstörungsprozeß zu
widersetzen bemühten, weitergeführt worden ist.
Der zentrale
Beitrag dieses vierten Teils unserer Schilderung der Geschichte der Weihnachtstagung
und was darauf geworden ist, wurde von einem Freund aus den Niederlangen
verfaßt, der die letzte Phase des Zerstörungsprozesses, hautnah miterlebt hat
und sich freundlicherweise dazu bereit erklärte, sich für diese Berichterstattung
über einen überaus komplizierten Prozesses ganzen Herzens zu widmen. Ihm
gebührt besonderer Dank, diese makabere Aufgabe übernommen zu haben. Er hat
seinen Bericht überschrieben mit „Die verhinderte Diskussion“.
Dieses Scheitern
der Neubegründung von 1923 hat Konsequenzen mit sich geführt, die bis heute
nicht einmal ansatzweise den Mitgliedern des weltweit agierenden Vereins AAG
bewußt geworden zu sein scheinen, was sich aus den anthroposophischen Gesellschaftspublikationen
ablesen läßt. Wir haben uns deshalb vorgenommen, auf besonders ins Auge
stoßende weltweite Entwicklungen zunächst einmal mehr aphoristisch hinzuweisen
und werden es sehr begrüßen, wenn sich Anthroposophiefreunde, die sich mit dem
einen oder anderen hier aufgezeigten Problemgebiete intensiver auseinandergesetzt
haben, an der Berichterstattung beteiligen.
In diesem
Zusammenhang seien genannt:
-
die
sogenannte Klimakatastrophe
-
die
sog. Schweine-, Vogel- bzw. Ziegengrippe etc.
-
das
Weite Feld der gezielten Bewußtseinskontrolle (Mind Control)
-
der
Elektrosmog in Verbindung mit der verhinderten Erforschung der Scalarwellen
-
die
sog. Finanz- oder Bankenkrise
Ein weiteres
Gebiet, daß in jüngster Zeit in einer Vielzahl Variationen durch die Medien geistert,
betrifft die Voraussagen, die gerne mit dem Jahr 2012 und speziell mit dem
Datum 21. Dezember verbunden werden und auch berühmte Filmemacher, wie W. Emmerich,
auf den Plan gerufen haben. Diese Thematik ist besonders schwierig zu behandeln
und mag in einer späteren Ausgabe unserer Internetpräsenz angegangen werden.
Erfreuliche Themen
sind das leider nicht. Sie hätten allerdings bei einer starken anthroposophischen
Bewegung, die die ihr von ihrem Lehrer Rudolf Steiner doch allesamt auf die
eine oder andere Weise zur intensiven Bearbeitung ans Herz gelegt worden sind,
in eine positive Richtung gelenkt werden können.
Doch noch immer
gibt es viele Möglichkeiten, in die genannten Sachgebiete gesundend
einzugreifen. In einem solchen Sinn ist dieser Appell gemeint.
Wir wünschen allen
Lesern weltweit ein gutes Neues Jahr 2010
Für die Redaktion von
www.anthroposophie-online.de
Rudolf Saacke
Hof Fenix